Als MountainbikerIn sieht man sich ja gerne im Einklang mit der Natur, fühlt sich Flora und Fauna verpflichtet, begeht keinen Feldfrevel und grüßt auch immer gerne Wald- und Wandersmann.
Aber kaum wird zu den Rennen geblasen, setzen sich die Massen in Bewegung: Hunderte Karosserien fallen über den Austragungsort bzw. dessen nähere Umgebung her - meist grad' mit einem oder maximal zwei Maxln respektive Radln ausgelastet.
Hier offenbart sich eine gewisse Schizophrenie der Moral, man muß sich einschlägige und durchaus berechtigte Vorwürfe gefallen lassen.
Beispiel Maria Schmolln: Derzeit sind rund 600 Leut' angemeldet, es ist also mit ca. 300 Automobilen zu rechnen. Das macht Stoßstange an Stoßstange aufgefädelt immerhin eine Schlange von ca. 1.5 km Länge oder - nebeneinandergestellt und anschaulicher - eine Fläche von ca. einem halben Fußballfeld.
Nicht wirklich viel auf den ersten Blick - aber wenn man ans Existentielle geht und die Abgase überschlagsmäßig einbezieht bei einer durchschnittlichen An- und Abreise von 400 km (eine wohl sehr moderate Annahme), sind das 400 km * 300 Fahrzeuge = 120000 km respektive ~9600 l Benzin (8 l/100 km), wobei 21000000 l (17500 l/100 km) Sauerstoff verbraucht werden.
Ein Mensch braucht in der Stunde 15 l Sauerstoff, d.h. hier geht an einem Wochenende soviel Sauerstoff verloren, wie 160 Leute (also ganz grob gesagt die gesamte Teilnehmermeute der Langdistanz) IN EINEM JAHR "veratmen" würde (siehe z.B. http://www.hamburger-bildungsserver....autunt-222.htm )
Was der Co2-Ausstoß beim Verbrennungsvorgang dieser Benzin- und Sauerstoffmengen bewirkt, ist inzwischen jedem Grundschüler bekannt.
Mein Aufruf daher: Wer kann bzw. die Zeit und Möglichkeit dazu hat, soll UNBEDINGT Fahrgemeinschaften mit vier oder mehr Leuten bilden. - Dadurch würd' sich der Verbrauch an Lebensgrundlagen drastisch verringern.
Und wer ein ganz deutliches Zeichen setzen will, verzichtet ganz aufs Auto und sucht sich Alternativen, die zweifelsohne bestehen.
Oder: Wenn jemand schon Mountainbikerennen fahren will, soll er gefälligst auch per Radl anreisen!![]()
Ich hab' das vor zwei Jahren beim KitzAlpBike so gehandhabt, was aber auch nicht schwer ist bei 27 km Entfernung.
Heuer setze ich diesen Gedankengang fort und fahr' von Tirol nach Oberösterreich, um am Kobernaußerwaldrennen teilzunehmen. - Das is' netamal so weit wie's klingt: überschlagsmäßig 140 km.
Für den KitzAlp ist die Sache, wie gesagt, sowieso klar; ins Stubaital gelange ich ebenfalls ohne Probleme (70 km).
Allein Kleinlobming wird etwas happiger mit grob geschätzten 300 km.
Das läuft letztendlich natürlich auf ein Training für eine schon längst bekannte Aktion hinaus.
Logisch, daß "die Wiener" jetzt nicht zweimal im Jahr eine Tour quer durch .at unternehmen werden, nur um an zwei Top-Six-Veranstaltungen teilzunehmen.
Aber ich denke, die Botschaft ist klar: Auch ohne Benzin kommt man überall hin!





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- und hab' auch anläßlich von Postings oder Beiträgen schon mindestens zweimal auf besagtes Gschichtl verlinkt (vgl. z.B. Linkseite der TSD-Homepage).
)







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